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(3) Anrechnung einer vor dem Lehramtsstudium liegenden praktischen Tätigkeit oder Ausbildung

Praktika aus vor dem Lehramtsstudium liegenden Studiengängen, berufliche Ausbildungen und berufliche Tätigkeiten können unter festgelegten Bedingungen als Berufsfeldpraktikum anerkannt (Praxisleistungen aus anderen Studiengängen) bzw. angerechnet werden, wenn die ausgeübte Tätigkeit von den Inhalten her mit den Rahmenbedingungen des Berufsfeldpraktikums übereinstimmt.

Rahmenbedingungen für die Anerkennung bzw. Anrechnung:

Anerkennung von Praktika aus vorherigen Studiengängen

Praktika, die im Rahmen von vor dem Lehramtsstudium liegenden Studiengängen durchgeführt wurden, können angerechnet werden, wenn

  • das frühere Studienfach einem der Studienfächer im aktuellen Lehramtsstudium entspricht bzw. mit diesem verwandt ist (Schulfach 1, Schulfach 2 und Bildungswissenschaften) 
  • Ein Besuch der Reflexionssitzung ist verpflichtend.

Anrechnung von beruflichen Ausbildungen

Berufliche Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz oder nach Assistentenausbildung nach Landesrecht können als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden, wenn die Ausbildung in einem beruflichen Bereich absolviert wurde, der den generellen inhaltlichen Rahmenbedingungen für Tätigkeiten im Berufsfeldpraktikum entspricht. Demnach können Ausbildungen angerechnet werden, die

  • in einem pädagogischen Bereich (z. B. Ausbildung als Erzieher) oder
  • in einem der im Lehramtsstudium gewählten Fächer entsprechenden Bereich (z. B. bei Agrarwissenschaft Ausbildung als Tierpflegerin) absolviert wurden.
  • Ein Besuch der Reflexionssitzung ist verpflichtend.

Anrechnung von beruflichen Tätigkeiten

Vor dem Lehramtsstudium liegende berufliche Tätigkeiten können angerechnet werden, wenn die Tätigkeit in einem Bereich durchgeführt wurde, der den generellen inhaltlichen Rahmenbedingungen für Tätigkeiten im Berufsfeldpraktikum entspricht. Demnach können Tätigkeiten anerkannt werden

  • im schulischen Bereich (z. B. als Aushilfslehrerin)
  • in einem pädagogischen Bereich außerhalb der Schule (z. B. in der Erwachsenenbildung)
  • im Bereich der studierten Fächer (z. B. Tätigkeit im Verlagswesen bei Sprachfächern)

Es müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Tätigkeit muss auf der Basis einer früheren beruflichen Qualifizierung (z. B. Ausbildung oder Studium) erfolgt sein.
  • Die Tätigkeit muss im Fall eines Arbeitsverhältnisses insgesamt mindestens zwölf Monate im Umfang von mindestens zehn Stunden pro Woche ausgeübt worden sein.
  • Im Fall von freiberuflicher oder selbstständiger Tätigkeit müssen mindestens 320 Stunden nachgewiesen werden können.
  • Im Fall von selbstständig erteiltem Unterricht müssen mindestens 240 Stunden Unterricht nachgewiesen werden können.
  • Der nachzuweisende zeitliche Umfang sollte in der Regel innerhalb der letzten 36 Monate vor dem Beginn des Lehramtsstudiums geleistet worden sein.
  • Ein Besuch der Reflexionssitzung ist verpflichtend.

Da das reguläre Praktikum ausschließlich bei einer Institution und nicht gestückelt bei verschiedenen Tätigkeitsgebern absolviert werden darf, darf sich auch die Anrechnung von vor dem Lehramtsstudium liegenden beruflichen Tätigkeiten ausschließlich auf eine Art der Tätigkeit beziehen. So können z. B. 320 Stunden Tätigkeit als Museumsführer bei verschiedenen Museen und Bauwerken angerechnet werden, aber nicht 100 Stunden Sprachkurse bei der Volkshochschule in Kombination mit 140 Stunden Musikunterricht bei einer Musikschule.

 

Ablauf der Anerkennung bzw. Anrechnung:

Anerkennung von Praktika aus vorherigen Studiengängen

  1. Stellen eines Antrags auf Anerkennung von Studienleistungen. Füllen Sie dazu bitte die Empfehlung des Fachbereichs und den Antrag zur Anerkennung von Leistungen aus und reichen Sie diese zusammen mit den Unterlagen, die als Nachweis für Ihr Praktikum und die dazugehörigen Leistungen dienen können, im Original (zur Einsicht) und als Kopie beim Praktikumsbüro des BZL ein. Aus den Unterlagen müssen die Art des Praktikums und die Dauer hervorgehen. (Derzeit genügen Scans an [Email protection active, please enable JavaScript.]).
  2. Sie besuchen die verpflichtende Reflexionssitzung.
  3. Das Modul gilt als bestanden, nachdem Sie an der Reflexionssitzung teilgenommen haben. Für das Modul werden 4 LP angerechnet.

Anrechnung von beruflichen Ausbildungen und Tätigkeiten

  1. Stellen eines Antrags auf Anrechnung von beruflichen Tätigkeiten. Füllen Sie dazu bitte den Anerkennungsantrag BP des BZL aus und reichen Sie diesen zusammen mit einer Bescheinigung über Ihre Tätigkeiten oder Ihre Ausbildung im Original (zur Einsicht) und als Kopie beim Prüfungsbüro des BZL ein. Aus der Tätigkeitsbescheinigung müssen Dauer und Inhalte der Tätigkeiten hervorgehen. (Derzeit genügen Scans an [Email protection active, please enable JavaScript.]).
  2. Sie besuchen die verpflichtende Reflexionssitzung.
  3. Das Modul gilt als bestanden, nachdem Sie an der Reflexionssitzung teilgenommen haben. Für das Modul werden 4 LP angerechnet.
 
Bei allen Anrechnungsverfahren wird die Vereinbarung eines persönlichen Termins mit dem Praktikumsbüro des BZL empfohlen.
 

Ansprechpartnerin und Beratung

Praktikumsbüro des BZL:
Dr. des. Frauke Fechner
Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL)
Poppelsdorfer Allee 15
Zi. 2.003
Tel.: 0228 / 73 - 600 47

Telefonsprechstunde: Mo + Mi 9:00 – 12:00 Uhr, Di + Do 9:00 – 10:30 Uhr
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Studentische Beratung des Mentorats:
Bei Fragen rund um das Berufsfeldpraktikum bietet das Mentoren-Team des BZL Beratung und Unterstützung aus studentischer Sicht an. Informationen zu Sprechstunden und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.
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