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Adresse
Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL)
Poppelsdorfer Allee 15
53115 Bonn
Tel.: 0228 / 73 - 600 50
Fax: 0228 / 73 - 600 87
E-Mail: bzl@uni-bonn.de

 

Fachdidaktisch-Bildungswissenschaftliches Kolloquium SoSe 17

170410_Kolloquium

BZL extraC WS 17/18

BZL_extraC_WS17_18

 
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Fachpraktische Tätigkeit (Berufskolleg)

Ein zusätzliches Praxiselement des Lehramtsstudiums auf Berufskolleg ist die sogenannte fachpraktische Tätigkeit (FpT), welche einen guten Einblick in die Arbeitswelt der zukünftigen Schülerinnen und Schüler im Berufskolleg vermitteln soll. Der Nachweis der fachpraktischen Tätigkeit ist neben dem erforderlichen Hochschulabschluss Voraussetzung für den Zugang zum Vorbereitungsdienst.
Insgesamt müssen zwölf Monate Vollzeittätigkeit nachgewiesen werden, die sich aus verschiedenen Praktika während oder nach dem Studium, einer vorhandenen Berufsausbildung bzw. beruflichen Tätigkeit oder bereits absolvierten Praktika zusammensetzen können. Teilzeittätigkeiten sind möglich, wenn bedacht wird, dass sich durch die Teilzeit der Tätigkeitszeitraum entsprechend verlängert.

Das BZL spricht eine Anerkennungsempfehlung der FpT aus, für die Anerkennung selbst ist die Außenstelle Köln des Landesprüfungsamts zuständig. Weitere Informationen über die Anerkennung durch das LPA finden Sie hier.

 

Allgemeine Rahmenbedingungen

Dauer der fachpraktischen Tätigkeit

  • Die Gesamtdauer der FpT beträgt zwölf Monate.
  • Die zwölf Monate dürfen in Teilstücke unterteilt werden. Die Mindestdauer der Teilstücke beträgt einen Monat. Eine Ausnahme bilden Tätigkeiten in landwirtschaftlichen Betrieben, bei denen die Mindestdauer bei drei Monaten liegt.
  • Von den zwölf Monaten dürfen sechs im Rahmen einer Teilzeittätigkeit geleistet werden, die übrigen sechs Monate müssen als Vollzeittätigkeit absolviert werden.
  • Da die Tätigkeiten in Vollzeit nachgewiesen werden müssen, verlängern sich Teilzeittätigkeiten entsprechend. Beispiel: 4 Monate Vollzeittätitgkeit mit 40 Stunden pro Woche entprächen beispielsweise 8 Monaten Teilzeitätigkeit mit 20 Wochenstunden.
  • Die Bescheinigungen der Tätigkeiten müssen aufgrund der Vorgaben nachvollziehbare Informationen zu Dauer und zum (Stunden)Umfang pro Woche oder Monat enthalten.

Zeitpunkt in der Lehrerausbildung

  • Sofern Sie sich nicht die vollen zwölf Monate durch eine vorherige Tätigkeit/Ausbildung anerkennen lassen können, können fehlende Anteile der FpT bis zur Bewerbung auf den Vorbereitungsdienst abgeleistet werden.

Mögliche Inhalte der fachpraktischen Tätigkeit (während des Studiums)

  • Die FpT ist einschlägig auf die inhaltlichen Schwerpunkte der studierten Fachrichtung abzustimmen.
  • Eine Übersicht über fachlich einschlägige Berufsbilder, an der Sie sich bei der Auswahl einer fachpraktischen Tätigkeit orientieren sollten, finden Sie hier.

Anerkennungsempfehlungsmöglichkeiten einer vor dem Studium liegenden Tätigkeit/Ausbildung

Es kann zwischen einer vollumfänglichen und einer teilweisen Empfehlung zur Anerkennung unterschieden werden.

  • Eine vollumfängliche Empfehlung für die gesamten zwölf Monate erfolgt für
    • fachlich einschlägige Berufsausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. Assistentenausbildung nach Landesrecht.
    • fachlich einschlägige berufliche Tätigkeiten und Praktika von mindestens zwölf Monaten in Vollzeit, sofern diese in den letzten zehn Jahren vor Studiumsbeginn durchgeführt wurden.
  • Eine teilweise Empfehlung erfolgt
    • für fachverwandte Berufsausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. Assistentenausbildung nach Landesrecht. Es wird eine Anerkennungsempfehlung für maximal sechs Monate ausgesprochen.
    • für fachlich einschlägige Tätigkeiten, die in Teilzeit geleistet wurden, sofern diese in den letzten zehn Jahren vor Studienbeginn durchgeführt wurden. Es wird eine Anerkennungsempfehlung für maximal sechs Monate ausgesprochen.
    • für fachfremde Berufsausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. Assistentenausbildung nach Landesrecht sowie Tätigkeiten im Rahmen des Wehrdienstes, des Zivildienstes oder des freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres. Es wird eine Anerkennungsempfehlung für maximal vier Monate ausgesprochen.
    • im Fach Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften für Familientätigkeiten (Betreuung eines minderjährigen Kindes im eigenen Haushalt oder Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen). Es wird eine Anerkennungsempfehlung für maximal sechs Monate ausgesprochen.
  • Welche Berufsbilder zurzeit als fachlich einschlägig oder fachverwandt gelten, finden Sie in diesen Übersichten* 

fachlich einschlägige Berufsbilder
fachverwandte Berufsbilder

*Da die Berufsausbildungen einem ständigen Wandel unterliegen, ist die Übersicht nicht erschöpfend.

Aufgrund der breiten Fächerung der Berufsfelder Agrarwissenschaften sowie Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften besteht immer die Möglichkeit der Einzelfallprüfung!
 
Bei allen Empfehlungsverfahren wird die Vereinbarung eines persönlichen Termins mit dem Praktikumsbüro des BZL empfohlen.

Ablauf:

Vor der fachpraktischen Tätigkeit – Praktikumsplatzsuche und Genehmigung im BZL

  • Selbstständige Suche eines Praktikumsplatzes für die FpT und Klärung der möglichen Tätigkeiten während des Praktikums.
  • Genehmigung der Praktikumsstelle durch das BZL. Füllen Sie dazu bitte den Genehmigungsantrag des BZL aus und reichen Sie diesen dann beim Prüfungsbüro des BZL ein. Das Praktikumsbüro des BZL teilt Ihnen mit, ob der Antrag genehmigt wird oder nicht.

Während der fachpraktischen Tätigkeit – Tätigkeitsbescheinigung

  • Absolvierung der fachpraktischen Tätigkeit.
  • Erhalt einer Tätigkeitsbescheinigung. Nach Beendigung der fachpraktischen Tätigkeit lassen Sie sich vom Praktikumsgeber eine Bescheinigung ausstellen. Aus der Bescheinigung müssen bei einem Vollzeit-Praktikum die Dauer, bei einem Teilzeit-Praktikum zusätzlich die geleistete Wochenarbeitszeit, außerdem die Inhalte und Tätigkeiten, die Sie übernommen haben, hervorgehen. Für die fachpraktische Tätigkeit gibt es kein spezielles Formular des BZL, die Tätigkeitsbescheinigung kann formlos oder nach den Standards des Tätigkeitsgebers ausgestellt werden. Ein Arbeitsvertrag wird nicht als Bescheinigung anerkannt.

Nach der fachpraktischen Tätigkeit – Erhalt einer Empfehlungsbescheinigung des BZL und Anerkennung beim LPA

  • Ausstellung der Anerkennungsempfehlung. Nach Beendigung der FpT lassen Sie sich die Anerkennungsempfehlung vom Praktikumsbüro des BZL ausstellen. Dafür sind die Bescheinigung Ihres Tätigkeitgebers bzw. Ihr Zeugnis über die Berufsausbildung (Original zur Einsicht und Kopie zum Verbleib im BZL) sowie ggf. der vor dem Praktikum ausgestellte Genehmigungsantrag vorzulegen. Im Fall des Nachweises von Erziehungszeiten legen Sie bitte die Geburtsurkunde und ggf. einen Arbeitgebernachweis über die Elternzeit o.ä. vor. Bitte verwenden Sie für die Anerkennungsempfehlung das spezielle Formular des BZL:
    Empfehlungsbescheinigung 
  • Anerkennungsantrag beim Landesprüfungsamt. Für die Anrechnung der FpT legen Sie der Geschäftsstelle Köln des Landesprüfungsamtes die Anerkennungsempfehlung sowie die weiteren dort geforderten Unterlagen vor. Genauere diesbezügliche Informationen finden Sie hier.
 

Ansprechpartner und Beratung

Praktikumsbüro des BZL:

StR. i. H. Christina Schlösser
Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL)
Poppelsdorfer Allee 15
Zi. 2.008
Tel.: 0228 / 73 - 600 47
BZL-Praxiselemente@uni-bonn.de

 

Endgültige Anerkennung der fachpraktischen Tätigkeit:

Geschäftsstelle Köln des Landesprüfungsamts für Erste Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen

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