One Two
Sie sind hier: Startseite Praxiselemente Praxissemester

Praxissemester

Das Praxissemester eröffnet den Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, schon während des Studiums intensive Praxiserfahrungen zu sammeln und die Eindrücke der Praxis in den Fachdidaktiken der studierten Fächer und in den Bildungswissenschaften gemeinsam mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen auszuwerten und zu reflektieren.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen
→ zum Ablauf und den organisatorischen Rahmenbedingungen,
→ zu den Lernorten Universität, Schule und ZfsL,
→ zur Portfolio-Arbeit,
→ zu den rechtlichen Bestimmungen sowie
→ zu den Ansprechpartnern der verschiedenen Institutionen.

Die folgenden Informationen sind auch im Leitfaden zum Praxissemester nachzulesen, der vom BZL in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bonn erstellt wurde.
Download Leitfaden zum Praxissemester

 

Der Ablauf des Praxissemesters

Zeitpunkt im Masterstudium und Dauer

2. Mastersemester:
  • Die inhaltliche Vorbereitung auf die Zeit in der Schule startet im zweiten Semester mit der Absolvierung der Vorbereitungsseminare.
  • Für die Schulform Gymnasium/Gesamtschule wird in jedem der beiden Lehramtsfächer ein Vorbereitungsseminar belegt, Studierende der Schulform Berufskolleg belegen zwei Vorbereitungsseminare in ihrer Großen beruflichen Fachrichtung. Zusätzlich wird ein Seminar in den Bildungswissenschaften besucht.
  • Die erfolgreiche Teilnahme an den Vorbereitungsseminaren ist die Voraussetzung dafür, mit dem eigentlichen Schulpraktikum, dem sogenannten schulpraktischen Teil, starten zu können.
  • Im Juni werden die Praktikumsplätze an den Schulen vergeben. 
  • Hinweis: Die Plätze in allen Vorbereitungsseminaren werden über ein Belegverfahren im elektronischen Vorlesungsverzeichnis vergeben. Die Belegungsfristen sind in BASIS angegeben.
3. Mastersemester:
DER SCHULPRAKTISCHE TEIL
  • Der schulpraktische Teil beginnt Mitte September (d. h. noch während der vorlesungsfreien Zeit). Das Praktikum dauert ca. fünf Monate und endet somit spätestens im darauffolgenden Februar zur Monatsmitte.
  • Es ist in der Regel vorgesehen, dass die Studierenden vier Tage in der Woche an ihrer Praktikumsschule anwesend sind. Insgesamt werden an der Schule 250 Zeitstunden Anwesenheit verlangt, dies entspricht durchschnittlich 14 Zeitstunden pro Woche. Über die Aufteilung der Stunden entscheidet die Schule in Absprache mit den Studierenden. Von den 250 Stunden sind 50 bis 70 Stunden für Hospitationen und anschließenden Unterricht unter Begleitung in den jeweiligen Schulfächern vorgesehen.
  • Während der Schulferien ist in der Regel keine Anwesenheit an der Schule erforderlich.
DIE BEGLEITSEMINARE
  • Mit dem Beginn der Vorlesungszeit des Wintersemesters starten die universitären Begleitseminare zum Praxissemester. Die Begleitseminare finden donnerstags während der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt. An diesem Tag ist während des gesamten schulpraktischen Teils keine Anwesenheit an der Schule vorgesehen.
  • Wie bei den Vorbereitungsseminaren besuchen alle Studierenden ein Seminar in den Bildungswissenschaften, Studierende für die Schulform Gymnasium/Gesamtschule jeweils ein Begleitseminar in beiden Lehramtsfächern und Studierende mit der Schulform Berufskolleg zwei Seminare in ihrer Großen beruflichen Fachrichtung.
DIE STUDIENTAGE AM ZFSL BONN
  • Zusätzlich zu den Begleitseminaren finden an vier Tagen die Studientage des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Bonn (ZfsL) in Form von thematischen Einführungsveranstaltungen statt. Diese werden als ganztägige Blockveranstaltungen durchgeführt.
  • Drei Studientage sind zu Beginn des schulpraktischen Teils im September angesetzt, der vierte Studientag ist für November/Dezember anstelle eines Tags an der Schule vorgesehen. Im WS 17/18 finden die Studientage an folgenden Terminen jeweils von 08:45h bis 14:45h statt:
    • Gym/Ge: 11.09., 13.09., 21.09. und 29.11.17
    • BK: 13.09., 15.09., 21.09. und 29.11.17

Mit Beginn der vorlesungsfreien Zeit des Wintersemesters sind der schulpraktische Teil, die universitären Begleitveranstaltungen sowie die Veranstaltungen am ZfsL in der Regel abgeschlossen. Diese Zeit kann für die Anfertigung der Hausarbeiten zu den Studienprojekten genutzt werden. Diese müssen spätestens am 31. März abgegeben werden.

Die folgende Abbildung zeigt den gesamten Ablauf des Praxissemesters im Überblick:

Ablauf_Praxissemester
Zur Vergrößerung der Abbildung bitte auf das Bild klicken! 

Praktikumsplatzvergabe

Grundsätzlich kann das Praktikum ausschließlich an einer Schule absolviert werden, die der im Studium gewählten Schulform entspricht. Zudem muss die Schule die jeweiligen Fächer bzw. die entsprechenden beruflichen Fachrichtungen anbieten. Zur Auswahl stehen Schulen, die Ausbildungsschulen des ZfsL Bonn sind. Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Schulen finden Sie unter
Schulen der Ausbildungsregion Bonn, Durchgang September 2017.

Die Vergabe der Praktikumsplätze erfolgt zentral durch ein onlinegestütztes Verfahren, das sogenannte Portal zur Vergabe von Praktikumsplätzen im Praxissemester (PVP).

PVP ist verfügbar unter www.pvp-nrw.de!

Die Studierenden wählen dort aus den für sie in Frage kommenden Schulen bis zu fünf aus und geben zusätzlich einen sogenannten Ortspunkt an. Ein Verteilalgorithmus ermittelt dann die für alle Studierenden insgesamt gerechteste Zuweisungslösung.
Hilfestellungen zur Bedienung von PVP.

Hinweis:
Um Zugriff auf PVP zu erhalten, müssen zuerst die einzelnen Modulprüfungen der jeweiligen Fächer zum Praxissemester in BASIS angemeldet werden. Die Prüfungsanmeldung erfolgt Mitte April, die genauen Termine sind in BASIS und unter www.bzl.uni-bonn.de/Bildungswissenschaften/anmeldung-zu-lehrveranstaltungen-und-pruefungen/zu-pruefungen verfügbar. Wenn alle drei Modulprüfungen in BASIS angemeldet sind, erfolgt kurze Zeit später die Freigabe für die Anmeldung in PVP. Die Anmeldung erfolgt über Ihre Uni-ID.

Vergabe der Plätze im Regelverfahren:
  • Bei der Zusammenstellung der Wunschliste ist zu beachten, dass die Ausbildungsschulen verschiedenen Kategorien, den Regionalklassen, zugeordnet sind. Diese orientieren sich an der Erreichbarkeit der Schulen mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Bonner Innenstadt aus gesehen. Insgesamt gibt es für die Gymnasien und Gesamtschulen vier Regionalklassen. Klasse 1 umfasst die am weitesten entfernt liegenden Schulen. In Klasse 4 sind Schulen in der Bonner Innenstadt. Welche Schule zu welcher Regionalklasse gehört, ist einzusehen unter:
    Schulen der Ausbildungsregion Bonn, Durchgang September 2017
    Die Auswahl der fünf Wunschschulen muss nun verschiedene Regionalklassen berücksichtigen, wobei nur eine beschränkte Auswahl von Schulen in Klasse 3 und 4 zulässig ist, aber beliebig viele Schulen in Klasse 1 und 2 liegen dürfen. Welche Schule auf welchem Platz in der finalen Wunschliste steht, kann frei entschieden werden.
  • Zusätzlich zu den fünf Wunschschulen kann der sogenannte Ortspunkt angegeben werden. Der Ortspunkt dient dazu, Studierenden eine für sie akzeptabel erreichbare Schule zuzuweisen, falls keine Zuteilung zu einer der Wunschschulen möglich ist. In diesem Fall erfolgt die Zuweisung an die Schule, die dem Ortspunkt am nächsten gelegen ist und an der noch freie Plätze verfügbar sind.
Vergabe der Plätze bei Nachteilsausgleich:

Studierende, denen die Zuweisung zu einer Schule im Regelverfahren aus sozialen Gründen nicht zumutbar ist, können an den Prüfungsausschuss des BZL einen Antrag auf Nachteilsausgleich für eine besondere Berücksichtigung bei der Zuweisung der Praktikumsschule stellen.

Wird dem Antrag stattgegeben, erhält der Antragsteller in der Regel einen Praktikumsplatz an der ersten der fünf Schulen der Wunschliste.

Als Gründe für den Nachteilsausgleich gelten:

  • Studierende, die die alleinige Verantwortung oder Mitbetreuung für einen anerkannten Pflegefall tragen,
  • Studierende mit minderjährigen Kindern,
  • schwangere Studierende,
  • Studierende mit Schwerbehinderung und Schwerbehinderten gleichgestellte Studierende. (Dies entspricht einem Grad der Behinderung von mindestens 50% bzw. einem Grad zwischen 30% und 50%.).

Der jeweilige Nachweis ist im Original (zur Einsicht) und als Kopie zusammen mit dem Antrag auf Nachteilsausgleich im Prüfungsbüro des BZL einzureichen. Ein Antrag auf Nachteilsausgleich kann jeweils im März/April vor der Öffnung von PVP eingereicht werden. 
Formular für einen Antrag auf Nachteilsausgleich.

Zeitraum für das Stellen der Anträge auf Nachteilsausgleich im Sommersemester 2017: 27. März bis 12. April

Sonstige organisatorische Aspekte

Bevor der schulpraktische Teil des Praxissemesters startet, sind einige wichtige organisatorische Fragen zu klären. Die notwendigen Informationen finden Sie im
Merkblatt zum schulpraktischen Teil des Praxissemesters.

In diesem Merkblatt finden Sie zudem die Formulare zur Kenntnisnahme des Infektionsschutzgesetzes, zur Belehrung über den Versicherungsstatus von Studierenden im Praxissemester sowie die Verschwiegenheitserklärung.

Diese drei Formulare müssen unterschrieben am ersten Studientag im ZfsL abgegeben werden!

Verschwiegenheitspflicht

Studierende sind in den die Schule, das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern betreffenden Angelegenheiten zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dies gilt auch für wissenschaftliche Formen der Verarbeitung von Praktikumserfahrungen bzw. -aufgaben in der Universität. Die Verpflichtung zur Verschwiegenheit bleibt auch nach Beendigung des Praxissemesters bestehen.

Wenn die Studierenden im Rahmen Ihres Studienprojektes vorhaben, personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten, Lehrerinnen und Lehrern oder weiteren an der Schule tätigen Personen zu erheben, sind datenschutzrechtliche Aspekte dringend zu beachten. Nähere Informationen bieten die datenschutzrechtlichen Hinweise für Studienprojekte.

Für die Anfertigung audiovisueller Aufnahmen in der Schule sowie deren Weitergabe und Verbreitung gelten besondere Regeln. Bei Foto- und Audioaufnahmen sind datenschutzrechtliche, persönlichkeitsrechtliche und ggf. urheberrechtliche Vorgaben zu beachten. Bei Videoaufnahmen ist zudem das Einverständnis des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW einzuholen. Informationen dazu erhalten Sie im Praktikumsbüro des BZL und im Merkblatt zum Praxissemester.

Krankheit und dadurch bedingte Fehlzeiten

Im Fall einer Erkrankung und daraus resultierender Fehlzeiten in der Schule oder bei einer der Veranstaltungen des ZfsL ist die Schulleitung bzw. das ZfsL umgehend über den Ausfall und die voraussichtliche Dauer zu informieren. Wenn die Erkrankung länger als zwei Tage dauert, muss bei der Schulleitung am darauffolgenden Tag ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Im Falle verpasster ZfsL-Studientage ist auch bei eintägiger Erkrankung ein Attest vorzulegen. Eine Kopie der Krankmeldung bzw. des Attests ist zusätzlich im Prüfungsbüro des BZL abzugeben.

Wenn Studierende während des schulpraktischen Teils insgesamt mehr als zehn Tage wegen Krankheit gefehlt haben, informiert die Schule die Praxissemesterbeauftragten des BZL und des ZfsL. Der Prüfungsausschussvorsitzende sowie die für das Praxissemester Verantwortlichen von Schule und ZfsL entscheiden im Einzelfall, ob und wie nicht absolvierte Praktikumstage nachgeholt werden müssen. Wenn das Ausbildungsziel auch durch das Nachholen von Praktikumstagen nicht mehr erreicht werden kann, muss das Praxissemester mit Ausnahme der Vorbereitungsseminare wiederholt werden. Der Abbruch gilt nicht als Fehlversuch.

Schwangerschaft

Da schwangere Studentinnen und ihre ungeborenen Kinder von Infektionsgefährdungen in besonderer Weise betroffen sind, darf eine schwangere Studentin den schulpraktischen Teil des Praxissemesters nur dann antreten, wenn die Praktikumstätigkeit dort ohne konkrete Gefährdung der schwangeren Studentin und ihres ungeborenen Kindes möglich ist. Für die Vorlage der hierfür gegebenenfalls erforderlichen ärztlichen Nachweise (z. B. Impfpass, Unbedenklichkeitsbescheinigung) bei der Schulleitung ist die Praktikantin verantwortlich.

Studentinnen wenden sich, sobald ihnen ihre Schwangerschaft bekannt ist, zur Klärung, ob eine konkrete Gefährdung an der zugewiesenen Schule vorliegen könnte, an die zugewiesene Praktikumsschule und beantragen beim Prüfungsausschuss des Bonner Zentrums für Lehrerbildung (BZL) ggf. die Zuweisung eines anderen Schulpraktikumsplatzes. Zudem sollte ein ärztlicher Rat eingeholt und in einem Beratungsgespräch mit dem Praktikumsbüro des BZL abgewogen werden, ob die Absolvierung des schulpraktischen Teils vertretbar ist.

Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung

Aufgrund der zeitlichen Belastung im Praxissemester kann es für Studierende schwierig sein, im gewohnten Umfang einem Nebenjob nachzugehen. Ob und in welchem Umfang im Rahmen einer Nebentätigkeit gearbeitet werden kann, liegt im Ermessen der Studierenden.

Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten und Studienkrediten finden Sie unter www.studium.uni-bonn.de/vor-dem-studium/kosten-finanzierung, beim Studentenwerk unter www.studentenwerk-bonn.de/bafoeg oder unter www.asta-bonn.de/BAföG-Beratung. Falls Sie eine persönliche Beratung wünschen, können Sie sich an das Praktikumsbüro des BZL wenden.

Hinweis: Die Darlehenskasse der Studentenwerke im Land Nordrhein-Westfalen e. V. (Daka) bietet Studierenden, die sich kurz vor ihrem Abschluss befinden, ein zinsloses Studiendarlehen zur finanziellen Unterstützung an. Ein Daka-Darlehen wird Studierenden gewährt, die noch maximal drei Semester bis zum Studienabschluss benötigen. Weitere Informationen sind unter daka.akafoe.de verfügbar.

 

Die Lernorte vor und im Praxissemester

Im Praxissemester befinden sich die Studierenden an den drei Lernorten Hochschule, Zentrum für schulpraktische Lehrerbildung (ZfsL) und Schule. Somit sind in die Gestaltung dieser Praxisphase alle an der Lehrerausbildung beteiligten Institutionen einbezogen, wodurch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis gefördert wird.

Je nach Lernort sind unterschiedliche Ausbildungsschwerpunkte gesetzt:

Hochschule Schule ZfsL

Planung und Durchführung von zwei bzw. drei Studienprojekten (Forschendes Lernen)

Je ein Vorbereitungs- und Begleitseminar pro Studienfach und in den Bildungswissenschaften

Unterstützung und Begleitung durch die Hochschullehrenden

Unterrichtshospitationen

Teilnahme am Schulleben (z. B. Konferenzen, außerunterrichtliche Klassenaktivitäten)

Eigener Unterricht unter Begleitung

Unterstützung und Begleitung durch die Ausbildungslehrkräfte

Besuch von 4 Studientagen

Gruppenhospitationen, Beratungsgespräche zum Unterricht

Bilanz- und Perspektivgespräch

Unterstützung und Begleitung durch Seminarausbildende

   Workload 390 Stunden
Portfolioarbeit
 

Der Lernort Universität

Vorbereitungsseminare

Im zweiten Mastersemester besuchen die Studierenden in ihren beiden Fächern sowie den Bildungswissenschaften jeweils ein Vorbereitungsseminar im Umfang von je 2 SWS. Ziel der Vorbereitungsseminare ist der Ausbau theoretischer Grundlagen, die Entwicklung und Erweiterung von konzeptionell-analytischen Kompetenzen und die Planung und Themenfindung zu den Studienprojekten.

Die curricularen Konzepte der Vorbereitungsseminare finden Sie in dem Dokument „Fachspezifische Curricula der Vorbereitungs- und Begleitseminare zum Praxissemester“ unter
Fachspezifische Curricula.

Begleitseminare

Während des Praxissemesters (3. Mastersemester) verbringen die Studierenden einen Tag in der Woche (Donnerstag) am Lernort Hochschule. An diesem Studientag finden die Begleitseminare in den jeweiligen Fächern und den Bildungswissenschaften statt. Ziel der Begleitseminare ist die Betreuung und Unterstützung bei der Durchführung der Studienprojekte und die kontinuierliche Reflexion der im Handlungsfeld Schule gemachten Praxiserfahrungen.

Die curricularen Konzepte der Begleitseminare finden Sie in dem Dokument „Fachspezifische Curricula der Vorbereitungs- und Begleitseminare zum Praxissemester“ unter
Fachspezifische Curricula.

Prüfungsleistungen

Die Prüfungsleistungen im Praxissemester umfassen die Planung, Durchführung und Dokumentation der Studienprojekte. Gegenstand der Prüfungen zum Praxissemester ist nicht die unterrichtsbezogene Tätigkeit der Studierenden, sondern die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen rund um das Berufsfeld Schule und die Lehr-Lernprozesse.

Zu den drei (bzw. bei Berufkolleg zwei) Studienprojekten wird jeweils eine benotete Hausarbeit verfasst (Fach 1, Fach 2, Bildungswissenschaften). Die Abgabe der Hausarbeiten muss spätestens bis zum Semesterende (31. März) erfolgen, die Festlegung eines früheren Abgabetermins durch die Lehrenden in den Begleitseminaren ist möglich.

Forschendes Lernen und die Durchführung der Studienprojekte

Forschendes Lernen im Praxissemester ist einerseits darauf ausgerichtet, die Praxis an der Schule durch eine von der Wissenschaft und ihren Methoden geprägte Brille zu sehen. Andererseits wirkt es darauf hin, angesichts praktischer Beobachtungen und Erfahrungen theoretische Ansätze kritisch zu reflektieren. Die Zielsetzung besteht darin, Anschlussmöglichkeiten für das von Ihnen an der Universität erworbene Theorie- und Konzeptionswissen zu gewinnen, es anzuwenden, zu überprüfen und zu präzisieren, indem Sie es in Bezug setzen zu den Erkenntnissen, welche Sie im Rahmen Ihrer Projekte erlangen. Diese Erkenntnisse können auf Beobachtungen (fremde Praxiserfahrung) oder auch auf Erfahrungen (eigene Praxiserfahrung) an der Praktikumsschule beruhen.

Einen von den Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften an der Universität Bonn gemeinsam erstellten „Leitfaden zum Forschenden Lernen im Praxissemester“ finden Sie unter
Leitfaden zum Forschenden Lernen.

Wenn Sie im Rahmen eines Studienprojektes quantiative Daten erheben und auswerten wollen (z.B. mithilfe von Fragebögen), können Sie nach Absprache mit Ihrer Dozentin/Ihrem Dozenten auf eine Beratung durch das Mentorat für quantitative Datenerhebung zurückgreifen.

Der Lernort Schule

Der Lernort Schule steht im Praxissemester im Mittelpunkt. Die Erfahrungen während der Durchführung von Unterrichtsvorhaben nutzen die Studierenden idealerweise, um zu ermitteln, in welchen Hinsichten die eigene Professionalisierung weiterzuentwickeln ist. Dieser unterrichtspraktische Teil des Praxissemesters ist ein bewertungsfreier Raum, damit sich die Studierenden ganz auf Analyse, Reflexion, Diagnose, Beratung und Fortschritt konzentrieren können.

Zudem sollen die Studierenden berufsrelevantes wissenschaftliches Theorie- und Reflexionswissen mit berufspraktischen Erfahrungen verknüpfen, indem sie eigene Studienprojekte konzipieren und umsetzen (Schulforschungsteil, der der Bewertung durch die Universität unterliegt).

Die Schulen der Ausbildungsregion und deren Ansprechpartner

Insgesamt gehören 43 Gesamtschulen und Gymnasien, 6 Berufskollegs sowie 2 Weiterbildungskollegs zur Ausbildungsregion Bonn. Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Schulen finden Sie unter
Schulen der Ausbildungsregion Bonn, Durchgang September 2017.

Aufgaben im schulpraktischen Teil

Im Praxissemester (Beginn spätestens zum 15. September) sind die Studierenden an vier Tagen pro Woche am Lernort Schule. Im Umfang von 250 Zeitstunden werden sie vor Ort auf der Grundlage eines mit allen Ausbildungsschulen und dem ZfsL abgesprochenen Programms ausgebildet. Die detaillierten Inhalte des Programms finden Sie unter
Praxissemesterprogramm des ZfsL und der Ausbildungsschulen der Ausbildungsregion Bonn.

Die Zeit wird genutzt, um einen möglichst breiten Einblick in alle Aufgabenbereiche von Lehrerinnen und Lehrern im Schul- und Unterrichtsalltag zu ermöglichen (Unterricht, Konferenzen, außerunterrichtliche Angebote usw.), unterrichtliche Vorhaben in beiden Fächern aktiv zu erproben, die drei Studienprojekte umzusetzen und am Ende des Praxissemesters ein Bilanz- und Perspektivgespräch zu führen.

Der Lernort Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL)

Die Ausbilderinnen und Ausbilder des ZfsL Bonn begleiten und beraten die Studierenden während des Praxissemesters in der Regel in Form von Zweier-Teams, die für mehrere Ausbildungsschulen zuständig sind. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines mit allen Ausbildungsschulen abgestimmten Praxissemester-Programms, in dem zentrale Inhalte und Methoden verabredet worden sind. Das Progamm finden Sie ebenfalls im
Praxissemesterprogramm des ZfsL und der Ausbildungsschulen der Ausbildungsregion Bonn.

Programm der Studientage im ZfsL

Das Praxissemester beginnt in der vorlesungsfreien Zeit (spätestens am 15. September) parallel mit aufeinander abgestimmten Einführungsveranstaltungen am ZfsL und in den Ausbildungsschulen.

Am ZfsL findet am ersten Tag des Praxissemesters ein Einführungstag statt, an dem aus überfachlicher Sicht praxisorientiert ein gemeinsamer Wissensstand zum Thema Unterrichtsplanung sichergestellt werden soll.

Es folgen innerhalb der ersten beiden Wochen des Praxissemesters zwei weitere Einführungsveranstaltungen im ZfsL, an denen die erarbeiteten Grundlagen zur Unterrichtsplanung fachlich konkretisiert werden.

Ende November folgt eine vierte Einführungsveranstaltung zum Thema Leistungsmessung und Leistungsbewertung, die wieder aus einem überfachlichen Teil sowie einer fachlichen Vertiefung besteht.

Begleitung der Studierenden am Lernort Schule

Über die Einführungsveranstaltungen hinaus begleiten und unterstützen die Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder die Studierenden bei ihren Unterrichtsvorhaben und der Umsetzung ihrer Studienprojekte in der Schule.

Bilanz- und Perspektivgespräch

Gemeinsam mit einem schulischen Vertreter (in der Regel die/der für das Praxissemester zuständige Ausbildungsbeauftragte) führen die Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder am Ende des schulischen Teils des Praxissemesters das Bilanz- und Perspektivgespräch durch. Das Gespräch bietet Gelegenheit zur Bilanzierung der schulpraktischen Arbeit und dient der Beratung, das heißt, hier werden die Erfahrungen des schulpraktischen Teils des Praxissemesters reflektiert. Ausführliche Hinweise und Materialien zur Vorbereitung und Durchführung befinden sich im
Portfolio Praxissemester.

Die folgende Abbildung zeigt das Lernangebot des ZfsL im Überblick:zfsl
Zur Vergrößerung der Abbildung bitte auf das Bild klicken!

 

Das Portfolio

Der Reflexion des eigenen Handelns und der eigenen (Lehrer-)Rolle kommt im Rahmen der Ausbildung für den Lehrerberuf eine besondere Bedeutung zu. Immer wieder soll die eigene berufliche Praxis auf den Prüfstand gestellt werden, um so eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Auseinandersetzung mit Denk- und Handlungsroutinen zu gewährleisten.

Das „Portfolio Praxissemester“ ist als Reflexions- und Dokumentationsportfolio angelegt, das die individuelle Kompetenzentwicklung und die Entwicklung eines professionellen Selbst unterstützt. Die Reflexionsanregungen haben dabei Beispielcharakter und liefern einen groben Rahmen, der je nach den konkreten Erfahrungen und den eigenen Bedürfnissen ausgestaltet werden kann. Die Bearbeitung der Reflexionsaufgaben dient auch der Vorbereitung des Bilanz- und Perspektivgesprächs.

Download zum Portfolio Praxissemester

 

Rechtliche Rahmenbedingungen

Lehrerausbildungsgesetz (LABG) vom 14. Juni 2016

§ 12, Praxiselemente: 
www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/LAusbildung/LABG/LABGNeu.pdf

Lehramtszugangsverordnung (LZV) vom 25. April 2016

§ 8, Praxissemester: 
LZV 2016

Praxissemester Rahmenkonzeption vom 14. April 2010

Strukturelle und inhaltliche Ausgestaltung des Praxissemesters im lehramtsbezogenen Masterstudiengang:
www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Lehramtsstudium/Reform-der-Lehrerausbildung/Wege-der-Reform/Endfassung_Rahmenkonzept_Praxissemester_14042010.pdf

Zusatzvereinbarung zur Praxissemester Rahmenkonzeption vom 24.10.2016

Zusatzvereinbarung

Runderlass Praxiselemente vom 28. Juni 2012

www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/LAusbildung/Studium/Regelungen-Lehramtsstudium/Praxiselemente.pdf

Prüfungsordnung des Masters of Education, Universität Bonn, vom 2. April 2014

www.bzl.uni-bonn.de/studium/studiengaenge/masterstudiengang/pruefungsordnung

Ordnung zum Praxissemester im Rahmen des Masters of Education der Universität Bonn vom 4. September 2014

www.bzl.uni-bonn.de/dokumente/praxiselemente/Praxissemester/ordnung-zum-praxissemester

 

Ansprechpartner und Beratung

Ansprechpartner an der Universität

Ansprechpartner im BZL

Das BZL berät Studierende und Lehrende in fachübergreifenden inhaltlichen und organisatorischen Fragen.

Kontakt:
Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL)
Poppelsdorfer Allee 15
53115 Bonn

Ansprechpartner:

Katharina Fuß
Zimmer 2.008
Tel.: 0228 / 73 - 602 46
BZL-Praxiselemente@uni-bonn.de

(zuständig für inhaltliche und organisatorische Fragen im Praxissemester)

 

 

Dr. Robert Steegers
Zimmer 2.002
Tel.: 0228 / 73 - 600 81
steegers@uni-bonn.de

(Geschäftsführung BZL)

Ansprechpartner in den Fächern

Die universitären Ansprechpartner in den Fächern und den Bildungswissenschaften, die für die Vorbereitungs- und Begleitseminare zuständig sind und die Studierenden bei ihren Studienprojekten betreuen, befinden sich in der Liste
Fachliche Ansprechpartner der Universität.

Ansprechpartner an den Schulen

An jeder Ausbildungsschule im Praxissemester gibt es eine Ausbildungsbeauftragte oder einen Ausbildungsbeauftragten (ABB). Diese oder eine speziell nur für die Begleitung der Praxissemesterstudierenden zuständige Lehrkraft koordiniert und leitet die Betreuung und Ausbildung der Studierenden im Praxissemester an der jeweiligen Schule. Für die Begleitung, Beratung und Ausbildung der Studierenden benennen die Schulen darüber hinaus Lehrkräfte als Mentorinnen und Mentoren.

Namen und E-Mail-Adressen der Ansprechpartner finden Sie unter
Ansprechpartner der Ausbildungsschulen.

Ansprechpartner im ZfsL Bonn

Das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) ist eine staatliche Institution der Lehrerbildung und ist in erster Linie für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes verantwortlich.

Im Rahmen des Praxissemesters ist das ZfsL aber bereits in der universitären Phase in die Lehrerausbildung eingebunden und ist hier zuständig für die Vermittlung von Kenntnissen in schulpraktischen Grundfragen sowie für die Unterstützung der Studierenden im Hinblick auf die Entwicklung einer forschenden Grundhaltung.

Kontakt:
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bonn
53175 Bonn
Godesberger Allee 136

Ansprechpartner:

Dr. Andreas Schoppe
Anreas.schoppe@t-online.de

(zuständig bei inhaltlichen und organisatorischen Fragen im Praxissemester)

Birgit Bartholomé
Birgit.Bartholomé@siegtal-gymnasium.de

(zuständig bei inhaltlichen und organisatorischen Fragen im Praxissemester)

Michael Stein
Tel.: 0228 / 969 43216
Michael.stein@zfsl.nrw.de

(Leiter des ZfsL)

 

Service für Schulen und ZfsL: Beratungsstelle des Landesprüfungsamts für Lehrämter an Schulen

Die Beratungsstelle Praxissemester des Landesprüfungsamtes für Lehrämter an Schulen begleitet Schulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und ist Ansprechpartner in Fragen zu schulischen Aspekten des Praxissemesters für

  • Schulleiterinnen und Schulleiter,
  • Praxissemesterbeauftragte der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL),
  • Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder,
  • Ausbildungsbeauftragte,
  • Lehrerinnen und Lehrer.

Die Beratung der Hochschulangehörigen und insbesondere der Studierenden ist Aufgabe der Hochschulen.

Kontakt:
Die für die Ausbildungsregion Bonn zuständige Außenstelle Köln der Beratungsstelle Praxissemester ist telefonisch montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 8:30 Uhr bis 10:00 Uhr oder nach vorheriger Vereinbarung eines Telefontermins und durchgehend per E-Mail erreichbar.

Tel.: 0221 / 470 2798
BeratungsstellePraxissemester-K@pa.nrw.de
www.pruefungsamt.nrw.de/AB1/Praxissemester/

 

Artikelaktionen