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Orientierungspraktikum (Studienbeginn vor WS 16/17)

Hinweis: Die folgenden Regelungen zum Orientierungspraktikum gelten nur für Studierende, die VOR dem WS 16/17 ihr Studium begonnen haben.

 

  • Das Orientierungspraktikum soll Ihnen einen Einblick in den schulischen Berufsalltag und konkrete pädagogische Situationen gewähren, die in einen Zusammenhang mit den bereits erlernten Theorieansätzen aus dem Studium gesetzt werden können.
  • Als Praktikant können Sie sich ggf. schon an der Gestaltung von Unterricht beteiligen und sich mit der Schulpraxis auseinandersetzen.
  • Zum Modul 'Orientierungspraktikum' gehört der Besuch eines vorbereitenden Seminars, das vor dem Praktikum belegt werden muss, und einer Einzelsitzung zur Portfolioarbeit (Praxisportfoliositzung), welche im Idealfall parallel zum Vorbereitungsseminar absolviert wird.
 

Allgemeine Rahmenbedingungen

Dauer des Orientierungspraktikums

  • mindestens vier Wochen in der vorlesungsfreien Zeit, entweder zusammenhängend vier Wochen am Stück oder in zwei Zweiwochenblöcken
  • Umfang: mindestens 90 Stunden, dies entspricht 4,5 Zeitstunden bzw. sechs Schulstunden pro Tag

Zeitpunkt im Bachelorstudium und Voraussetzungen

  • Das vorbereitende Seminar muss vor der Absolvierung des Orientierungspraktikums belegt werden. Das Praktikum sollte nach Möglichkeit in der vorlesungsfreien Zeit im Anschluss an das Seminar durchgeführt werden.
  • Für das Orientierungspraktikum wird die vorlesungsfreie Zeit nach dem zweiten oder dritten Semester empfohlen.
  • Parallel zum Vorbereitungsseminar wird die Praxisportfoliositzung besucht.
  • Das Orientierungspraktikum sollte im Idealfall zeitlich vor dem Berufsfeldpraktikum liegen.

Mögliche Inhalte des Orientierungspraktikums

Einen guten Überblick über Aufgaben und Belastungen von Lehrerinnen und Lehrern erhält man, wenn man ganze Schultage anwesend ist und sich auch an außerunterrichtlichen Veranstaltungen beteiligt. Mögliche Aufgaben und Beobachtungsfelder sind:

  • Schulerkundung: Geschichte, Standort, Einzugsgebiet, Größe, Schülerschaft, Lehrerschaft, Fächerangebot, Schulprogramm, Vergleich mit der ‚Heimatschule’
  • Unterrichtserkundung: Einführung in Probleme des Unterrichtens: äußere Bedingungen, Lerngruppen, Planung von Unterricht, inhaltlicher Kontext, didaktische Prinzipien, Unterrichtsmethoden, Unterrichtssteuerung, Hausaufgaben, Lernerfolgskontrollen, sozialpsychologische Aspekte
  • Eigene Unterrichtserfahrung: Planung und Durchführung von kleineren Unterrichtselementen oder evtl. Unterrichtsstunden in der dritten oder vierten Praktikumswoche in Ihren Fächern, Vergleich mit anderen (verwandten) Unterrichtsfächern
  • Anwesenheit bei Schulveranstaltungen: z.B. Elternabende, Konferenzen, Veranstaltungen (unter Beachtung der Verschwiegenheitspflicht)
  • Übernahme von Teilaktivitäten: z.B. Hausaufgabenbetreuung, Teamteaching
  • Reflexion und Entwicklung von Perspektiven für das Studium sowie das angestrebte Berufsziel mittels der Reflexionsbögen in Ihrem Praxisportfolioordner, Abschlussgespräch mit Ihrem Betreuer bzw. Ihrer Betreuerin an der Praktikumsschule

Anerkennungsmöglichkeiten von beruflichen Tätigkeiten als Lehrer

Berufliche Tätigkeiten als Lehrer an einer Schule, die vor dem Beginn des Lehramtsstudium ausgeübt wurden, können unter folgenden Bedingungen als Orientierungspraktikum anerkannt werden:

  • Die Arbeit als Lehrer wurde auf der Basis eines früheren Studiums ausgeübt.
  • Der nachzuweisende zeitliche Umfang der Tätigkeit sollte in der Regel innerhalb der letzten 36 Monate vor dem Beginn des Lehramtsstudiums geleistet worden sein.
  • Die Tätigkeit wurde insgesamt mindestens sechs Monate (bzw. ein Schulhalbjahr) im Umfang von mindestens sechs Unterrichtsstunden pro Woche ausgeübt.
  • Art, Dauer und Umfang der Tätigkeit müssen durch eine Bescheinigung des Tätigkeitgebers nachgewiesen werden können.

Im Rahmen des Moduls 'Orientierungspraktikum' wird ausschließlich das Praktikum an sich anerkannt. Für das Bestehen des Moduls muss zudem das Vorbereitungsseminar zum Orientierungspraktikum und die Portfoliositzung besucht werden.

Ablauf der Anerkennung:
  1. Stellen eines Antrags auf Anerkennung von beruflichen Tätigkeiten als Lehrer. Füllen Sie dazu bitte den Anerkennungsantrag Orientierungspraktikum des BZL aus und reichen Sie diesen zusammen mit einer Bescheinigung über Ihre Tätigkeiten im Original (zur Einsicht) und als Kopie beim Prüfungsbüro des BZL ein. Aus der Tätigkeitsbescheinigung müssen Dauer und Inhalte der Tätigkeiten hervorgehen.
  2. Besuch des Vorbereitungsseminars zum Orientierungspraktikum.
  3. Besuch der Praxisportfoliositzung.
  4. Das Modul gilt als bestanden, wenn das vorbereitende Seminar und die Praxisportfoliositzung erfolgreich besucht und das Praktikum absolviert wurden. Für das Modul werden 6 Leistungspunkte angerechnet.

Bei allen Anerkennungsverfahren wird die Vereinbarung eines persönlichen Termins mit dem Praktikumsbüro des BZL empfohlen.

Ablauf:

Vor dem Praktikum – Praktikumsplatzsuche sowie Information über Infektionsschutz und Verschwiegenheitspflicht

Praktikumsplatzsuche:
  • Möglichkeiten bei der Wahl der Schule: Es wird dringend empfohlen, das Orientierungspraktikum an der Schulform zu absolvieren, die Sie für Ihr Studium gewählt haben: Gymnasium oder Gesamtschule bzw. Berufskolleg. Die im Studium gewählten Unterrichtsfächer bzw. im Fall des Berufskollegs die gewählte Fachrichtung sollten im Idealfall auch an der Praktikumsschule unterrichtet werden.
    Das Praktikum kann in jedem Bundesland in Deutschland oder an einer deutschen Auslandsschule (DAS) durchgeführt werden.                                            Selbstständige Suche einer Praktikumsschule. Es gibt verschiedene Quellen, um im Internet nach möglichen Praktikumsschulen zu suchen:

Bitte kümmern Sie sich frühzeitig um einen Praktikumsplatz, insbesondere Schulen im Stadtgebiet von Bonn sind sehr beliebt. Praktikumsplätze sind oft bereits ein halbes Jahr im Voraus vergeben!

Information der Schule sowie Belehrung über Infektionsschutz und Verschwiegenheitspflicht:

Bitte übergeben Sie Ihrer praktikumsgebenden Schule das folgende Informationsschreiben. Als Praktikant sind Sie verpflichtet, der Schule die Kenntnisnahme einer Belehrung zu Infektionsschutz und Verschwiegenheit zu bestätigen.
Information der Schule mit Infektionsschutzbelehrung und Verschwiegenheitserklärung

Bitte geben Sie dieses Schreiben an Ihrem ersten Praktikumstag unterschrieben bei Ihrem Praktikumsbetreuer ab. Weitere Empfehlungen zum Infektionsschutz und Informationen für schwangere Praktikantinnen finden Sie im Infoblatt Infektionsschutz und Schwangerschaft.

Während des Praktikums – möglicher Verlauf und Reflexion

  • Das Praktikum sollte an der Ausbildungsschule durch einen Ansprechpartner oder Praktikumsbetreuer begleitet werden, der für die Organisation verantwortlich ist und es den Praktikanten ermöglicht, Erfahrungen gemäß der Zielsetzung des Praktikums zu sammeln.
  • Eine erste allgemein orientierende Einführung durch einen Ansprechpartner soll gewährleisten, dass die Praktikanten sich möglichst schnell selbständig an der Schule bewegen und ihr Praktikum organisieren können. Weitere Themen für ein Einstiegsgespräch können sein: Erwartungen, Wünsche, Vorgaben, Grenzen etc.
  • Die durchgeführten Aktivitäten sollten anhand eines vom Ansprechpartner und vom Praktikanten gemeinsam erstellten ‚Fahrplanes’ festgehalten werden.
  • Nach Möglichkeit sollten eigene Unterrichtserfahrungen in Form von kleinen Unterrichtselementen in jedem Ihrer Fächer gesammelt werden können.
  • Gegen Ende des Praktikums oder nach dessen Abschluss ist – in Anknüpfung an das Erstgespräch (s. o.) – ein Abschlussgespräch wünschenswert, in dem die Erfahrungen und der Verlauf des Praktikums vom Studierenden reflektiert werden und in dem der Ansprechpartner Rückmeldung geben kann.

Nach dem Praktikum – Dokumentation und Verbuchung als Studienleistung

  1.  Erhalt einer Praktikumsbescheinigung. Nach Beendigung des Praktikums lassen Sie sich von Ihrer Schule eine Bescheinigung über Ihr Praktikum ausstellen.
    Schulbescheinigung
  2. Das Modul gilt als bestanden, wenn das vorbereitende Seminar und die Praxisportfoliositzung erfolgreich besucht und das Praktikum absolviert wurden. Für das Modul werden 6 Leistungspunkte angerechnet.
  3. Die Teilnahme am Vorbereitungsseminar muss - sollte sie länger zurückliegen - mithilfe des ehemaligen Dozenten nachgewiesen werden. In diesem Fall sollten sich die Studierenden mit dem Praktikumsbüro in Verbindung setzen.
  4. Der Besuch der Praxisportfoliositzung wird nach Besuch der Sitzung gesondert und automatisch verbucht.
  

 

Ansprechpartner und Beratung

Praktikumsbüro des BZL:
StR. i. H. Christina Schlösser
Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL)
Poppelsdorfer Allee 15
Zi. 2.008
Tel.: 0228 / 73 - 600 47
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Studentische Beratung des Mentorats:
Bei Fragen rund um das Orientierungspraktikum bietet das Mentoren-Team des BZL Beratung und Unterstützung aus studentischer Sicht an. Weitere Informationen zu Sprechstunden und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.
 

Informationen für Schulen

Das 'Informationsblatt für Schulen mit Infektionsschutzbelehrung und Verschwiegenheitserklärung' informiert über die Rahmenbedingungen des Orientierungspraktikums und enthält außerdem die Infektionsschutzbelehrung und die Verschwiegenheitserklärung. Die Studierenden sind dazu angehalten, die erste Seite dieses Informationsblatts zu Beginn des Praktikums in der Schule unterschrieben abzugeben.

 

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